Walter Thalmann-Symposium
Mitte der 60-iger Jahre des letzten Jahrhunderts begann auch in Basel die Aera der modernen Nephrologie mit der erfolgreichen Behandlung des chronischen Nierenversagens durch Dialyse und Nierentransplantation. Schon damals, wie auch heute beruht fortschrittliche und erfolgreiche Nierenersatztherapie auf enger professioneller, kollegialer und nicht zuletzt freundschaftlicher interdisziplinärer Zusammenarbeit. An erster Stelle seien hier das Team der Transplantations-Chirurgie und Urologie genannt. Weiter zu erwähnen sind die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen der Intensivstationen, der Psychosomatik, der Angiologie, der Hämatologie, der Pathologie und Infektiologie sowie last but not least der gesamten Inneren Medizin. Der Grundstein für den Erfolg einer Transplantation wird aber bereits bei den zuweisenden Nephrologinnen und Nephrologen gelegt. Nur durch die enge Kooperation kann eine Transplantation gut geplant und mindestens genauso wichtig der transplantierte Patient erfolgreich nachbetreut werden.Manche von Ihnen mögen sich über den Titel des Symposiums wundern? Die nun am längsten funktionierende Niere wurde vor 40 Jahren transplantiert. Herr Walter Thalmann lebt mit dieser Niere. Mit der Nennung seines Namens wollten wir der Niere ein Gesicht, einen Namen geben. Nierentransplantation für sich stellt noch keinen Wert dar, der Wert erwächst erst durch den einzelnen Menschen, welchem es durch eine erfolgreiche Transplantation ermöglicht wird, ein weitgehend normales Leben zu führen. In diesem Sinne steht der Name Walter Thalmann für alle Menschen, welchen durch eine Transplantation geholfen werden konnte und weitergefasst für all diejenigen, welche durch eine Nierenspende diesen Menschen uneigennützig einen grossen Dienst erwiesen und erweisen.
Mehr als 40 Jahre Transplantationsgeschichte und ein seit 40 Jahren funktionierendes Nierentransplantat sind für uns ein Grund auf die Geschichte der Nierentransplantation zurückzublicken ohne dabei die Gegenwart und den Ausblick in die Zukunft zu vergessen.
Dr. Michael Mayr / Prof. Jürg Steiger
